Wahrzeichen · Zentrum

Roter Turm

Der Rote Turm ist das älteste Bauwerk von Chemnitz und ein steinerner Zeuge aus einer Zeit, in der die Stadt noch von einer Mauer umgeben war. Seine Ursprünge reichen bis ins 12. Jahrhundert zurück, als er vermutlich als Wehr- und Wachturm der Stadtbefestigung diente. Über die Jahrhunderte wurde der massive Rundturm mehrfach umgebaut und zeitweise sogar als Gefängnis genutzt, seine dicken Mauern trotzten dabei Bränden, Kriegen und dem Wandel der Stadt.

Heute steht der Turm gleichsam als Solitär inmitten einer der modernsten Innenstädte Sachsens, unmittelbar neben der Galerie Roter Turm und dem gläsernen Einkaufszentrum, das seinen Namen trägt. Dieser Kontrast aus rauem Bruchsteinmauerwerk und blank polierter Nachkriegs- und Nachwendearchitektur ist typisch für Chemnitz, eine Stadt, die im Zweiten Weltkrieg schwer zerstört und danach weitgehend neu aufgebaut wurde. Der Turm verbindet die wenigen erhaltenen historischen Fragmente mit dem selbstbewussten Anspruch der Stadt der Moderne.

Wer heute über den zentralen Boulevard bummelt, kommt am Roten Turm kaum vorbei, denn er markiert das Herz der Fußgängerzone zwischen Markt und Bahnhofstraße. Rundherum reihen sich Kaufhäuser, Cafés und die belebten Einkaufsstraßen, sodass sich Geschichte und Alltag hier auf engstem Raum begegnen. Für einen Stadtrundgang ist der Turm ein idealer Orientierungspunkt und ein beliebtes Fotomotiv.

Eintritt frei Außenbesichtigung jederzeit Wahrzeichen
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Das Herz der Stadt mit Markt, Rotem Turm, Theaterplatz und dem Karl-Marx-Monument.

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